Leichtlauföle schonen
Batterie und Geldbeutel
14.01.2010

Eine schwache Batterie ist der Dauerbrenner in der Winter-Pannenstatistik. Springt in der winterlichen Kälte der Wagen nicht an, kann das auch am falschen Motoröl liegen. Darauf hat jetzt das Deutsche Kfz-Gewerbe in einer Serviceoffensive hingewiesen. Oft machten Leichtlauföle den feinen Unterschied zwischen einem erfolgreichen Kaltstart und dem Anruf bei der Pannenhilfe aus. Die leichtere Schmierung bei niedrigen Temperaturen entlaste die Batterie. Leichtlauföle funktionieren nicht nur bei sehr hohen, sondern auch bei sehr niedrigen Temperaturen bestens. Das im Vergleich zu einfachen, herkömmlichen Motorölen deutlich bessere Fließverhalten sichert einem Verbandssprecher zufolge, dass der Motor viel schneller durchölt und sich so die Reibung aller beweglichen Teile im Motor mindert. Auf diese Weise verringere sich der Strombedarf bei einem Kaltstart um ein Viertel. Moderne Leichtlauföle (5W oder 0W) seien gerade bei Frost weitaus dünnflüssiger als herkömmliche Motorenöle (10W, 15W oder 20W). Damit erleichtere es der Ölpumpe, das Schmieröl durch die Versorgungsleitungen des Motors zu drücken. Bei einer Temperatur von minus zehn Grad Celsius etwa erreiche ein modernes Öl der Viskositätsklasse 0W-30 oder 0W-20den nötigen Öldruck im Motor zweimal schneller.
Die Investition in ein modernes Leichtlauföl lohnt sich: Die Energieeffizienz-Initiative "ich und mein auto", die vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe unterstützt wird, bescheinigt Leichtlaufölen ein Spritspar-Potenzial von bis zu sechs Prozent: vier bis sechs Prozent in der Stadt, zwei bis vier Prozent auf Landstraßen und zwei Prozent bei Autobahnfahrten. Zudem rechne sich, dass der Motor durch schnellere Durchölung wenige verschleiße, der Ölverbrauch durch den höheren Verdampfungspunkt abnehme und die bessere Schmutzaufnahme.
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Foto: Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
