Elektroautos
– eine umweltfreundliche Alternative?
31.12.2009
Als Elektroauto bezeichnet man ein durch elektrische Energie angetriebenes Automobil. In den letzten Jahren erfuhr das Elektroauto gesteigerte Aufmerksamkeit. Es entstand mit diesem Thema der Begriff Elektromobilität, der von Politik und Medien nun häufig gebraucht wird. Viele Automobilfirmen widmen sich dem Elektroantrieb für Automobile und bescheinigen ihm durchaus Zukunftspotenzial. Studien gehen davon aus, dass die Ära des Verbrennungsmotors aus Kostengründen zu Ende geht und er eventuell durch den Elektromotor ersetzt wird. Die Elektromotoren selbst gelten als ausgereift. Sie stellen im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren über einen weiten Drehzahlbereich ein gleichmäßiges Drehmoment stufenlos zur Verfügung, sodass weder ein manuell betätigtes Schaltgetriebe noch ein Automatikgetriebe oder eine Kupplung erforderlich sind. Auch das Rückwärtsfahren ist ohne Schaltgetriebe möglich. Elektromotoren laufen selbstständig an. Ein gesonderter Anlassermotor ist daher genauso wenig erforderlich wie ein Generator („Lichtmaschine“). Elektromotoren sind einfacher aufgebaut und besitzen erheblich weniger bewegliche Teile als Verbrennungsmotoren.
________________________________________________________________________
Wartungsarme Motoren
Ölwechsel sind nicht notwendig. Elektrisch betriebene Kraftfahrzeuge arbeiten, was den Antriebsteil angeht, in der Regel sehr wartungsarm. Elektromotoren werden meist luftgekühlt, in einigen Fällen kommt auch Wasserkühlung zur Anwendung. Ein Elektrofahrzeug benötigt keinen Kraftstofftank und keine Kraftstoffpumpe, jedoch einen Fahrregler.
Zentraler Punkt in der Entwicklung von Elektroautos ist der Energiespeicher, da ein Automobil die elektrische Energie für eine angemessene Reichweite mit sich führen muss. Erst durch leistungsfähige Energiespeicher mit einer hohen Energiedichte können Elektroautos Reichweiten erzielen, die denen von verbrennungsmotorisch angetriebenen Autos ebenbürtig sind. Reichweiten von bis zu 500 km sind nach heutigem Stand durchaus realisierbar.

________________________________________________________________________
Indirekte Emissionen
Die Fahrzeuge selbst verursachen keine klimaschädlichen Emissionen und arbeiten zumeist sehr leise, was daran liegt, dass sie keine lauten explosionsartigen Verbrennungen zur mechanischen Energieerzeugung, wie zum Beispiel Dieselmotoren, nutzen. Eine Abgasanlage im engeren Sinne ist daher auch nicht erforderlich, jedoch benötigen Bleiakkumulatoren eine Abführung ihrer Knallgasemissionen während des Ladevorgangs.
Zu berücksichtigen sind jedoch die indirekten Emissionen, die bei der
Stromerzeugung entstehen können. Sie sind von der Art der Stromerzeugung abhängig. Bei Betrachtungen zur Umwelt- und CO2-Belastung hingegen muss in jedem Fall die ganze Energiekette von der Erzeugung bis zum Verbrauch beachtet werden.
Zusammengefasst zum Strommix ergibt das in Deutschland etwa 600 Gramm CO2 pro kWh. Bei dieser Betrachtungsweise ist die Klimabilanz von Elektroautos in etwa gleich wie bei Autos mit Verbrennungsmotor.
________________________________________________________________________
Interessante Artikel zum gleichen Thema:
Fahrspass
Foto: Bilderbox
